
Bayern, 1965. Ein Jahrzehnt nachdem Deutschland so revolutioniert war wie die sechziger Jahre, herrschte der Kalte Krieg im politischen Klima. Die Minirock eroberte die Mode, und die Beatles machten dem heimischen Schlager Konkurrenz. Doch in einem bayerischen Dorf namens Lehrbach schien die Welt noch lange nicht zu ändern. Bis Julia Welling, eine katholische Pfarrerin, mit ihrem modernen pädagogischen Methoden und ihrer emanzipierten Art ein Kindergarten aufzubauen begann. Ihr modernes Bildungskonzept stand im Gegensatz zum traditionellen Familienbild, das auf dem Land immer noch herrschte. Der Mann hatte die Last des Hauses, die Frau war an den Herd gebunden, und Kinder wurden vor allem als billige Arbeitskräfte in der Landwirtschaft angesehen.
Die Dorfbewohner, darunter auch Pfarrer Weber und Bürgermeister Huber, hatten kaum etwas Gutes zu sagen über die zivilisierte Stadtkraft. Schließlich setzte sich Julia über ihre Pläne hinweg und kaufte stattdessen eine leerstehende Kaserne der amerikanischen Truppen, um dort ihr Kindergarten einzurichten. Doch ihre Pläne stießen auf wenig Gegenliebe, nicht nur von den Bauern, sondern auch von Pfarrer Weber und Bürgermeister Huber. Diese Gruppe von Männern fand Julia schwer zu bewältigen, da sie sich nicht in ihre Welt einmischte.
Doch Julia hatte eine große Unterstützung in David Carter, einem amerikanischen Major, der sich in sie verliebt hatte und ihre Pläne unterstützte. Er kümmerte sich um die Auflösung des Militärstandortes in Lehrbach und war von Julias Selbstbewusstsein fasziniert. Doch die Sympathie, die beide für einander empfinden, wurde schon bald von Julias Zweifel überschattet. David, ein Soldat, verkörperte alles, was Julia ablehnen konnte. Diese ungewöhnliche Liebe wurde zu einer leidenschaftlichen und atemberaubenden Geschichte, die sowohl die Herzen der Menschen in Lehrbach als auch die des Publikums berührte.



